So leben Totenkopfaffen
Die kleine Primatengattung der Totenkopfaffen lebt in Mittel- und Südamerika. Erkennbar sind Totenkopfäffchen an ihrem markanten Gesicht mit schwarzer Schnauze und eng stehenden, großen Augen. Die Männchen sind von größerer und schwererer Statur als die weiblichen Totenkopfaffen und erreichen eine Größe von bis zu 36 Zentimetern. Die kleine Affenart lebt am liebsten im Rudel zusammen und mag waldreiche Gegenden in der Nähe von Flüssen. Dort bewegen sich die tagaktiven Totenkopfaffen in den unteren Baumregionen fort und organisieren sich in einer für Affen kuriosen Sozialordnung: Die Weibchen geben innerhalb der einzelnen Gruppen den Ton an. Die männlichen Totenkopfaffen dürfen den Gruppen nur am Rande beiwohnen.
Totenkopfaffen sind sehr kommunikativ und verständigen sich in ihren Gruppen mit Pfeifgeräuschen sowie einem markanten Keckern. Bei ihren langen Streifzügen durch die Wald- und Flussregionen konzentrieren sich Totenkopfaffen hauptsächlich auf die Jagd von Insekten, ihrer bevorzugten Nahrung. Nicht selten suchen Totenkopfäffchen den halben Tag nach schmackhaften Insekten. Auch Früchte stehen auf dem Speiseplan der kleinen Affenart, sind aber bei Weitem nicht so beliebt wie die Insektennahrung. Totenkopfaffen fressen auch Blüten, Knospen und den Nektar sowie Blätter. Manchmal stehen auch Eier und winzige Wirbeltiere auf ihrem Speiseplan. In der Fortpflanzungszeit nehmen die Männchen deutlich an Gewicht zu und werden sehr aggressiv. Um den Nachwuchs bemühen sich die Muttertiere und ihr weibliches Gefolge während die Männchen wenig Interesse an ihren Jungtieren haben. Die Geschlechtsreife erreichen männliche Totenkopfaffen mit etwa fünf Jahren und weibliche Äffchen im Alter von drei Jahren. In der Gruppe kommt der Nachwuchs zur selben Zeit auf die Welt.